Kleingartenverein Am Rothenberg eV


Herzlich Willkommen
auf der Homepage
des Kleingartenvereins Am Rothenberg eV
( www.KGV-Rothenberg.de )
(Mail: rothenbergev@yahoo.de)
Wissenswertes
über die Geschichte der Kleingärten
Kleingärten, von den Anfängen bis Heute
Die Geschichte der Kleingärten beginnt schon im frühen 19. Jahrhundert.
England ist das Land, in dem zum ersten Mal derartige Gärten geschaffen wurden.
Im Jahre 1819 erließ die englische Regierung ein Gesetz, dass die Verpachtung von Land an
Erwerbslose und Ortsarme regelt.
Die genaue Umgrenzung des Personenkreises -nur Erwerbslose und Ortsarme-
zeigt die Absicht des Gesetzgebers, den Bedürftigen in ihrer wirtschaftlichen
Notlage zu helfen. Etwas später, 1830 findet man den gleichen Gedanken in den Städten
Kiel und Flensburg, die damals noch unter dänischer Herrschaft standen.
Von hier aus verbreitete sich die Idee dann über Leipzig, Berlin nach Frankfurt am Main und weiter.
Damals war die Zeit geprägt von Kinderarbeit, 14 Stunden Arbeitstag und
Nahrungsmittelknappheit.
Um einen Ausgleich für die schwere Fabrikarbeit zu schaffen, wurde billig Gartenland an
Arbeiter vermietet.
Treffend nannte man diese Gärten dann auch Armen- und Sozialgärten.
Zur Linderung der Not wurde z.B. 1830 in Kiel und 1832 in Leipzig die ersten Armengärten errichtet.
Irrtümlicherweise werden die heutigen Kleingärten immer mit dem Arzt und Direktor
einer orthopädischen Heilanstalt, Dr. Daniel Gottlob Moritz Schreber, in Verbindung gebracht.
Dr. Schreber gründete mit einigen anderen Professoren für gebrechliche und besonders schwächlichen Kindern,
den ersten Leipziger Turnverein.
Weit verbreitet ist die Meinung, Dr. Schreber sei der Gründer der ersten Schrebergärten , -
das ist aber ein Irrtum !
Dr. Schreber Dr. Hauschild
Der erste "Schreberverein " entstand nämlich erst drei Jahre nach dem Tod von
Dr. Schreber ( + 10.11.1861 ), im Jahre 1864
Gegründet wurde der Verein , der die Kindererziehung mit Spielplätzen fördern sollte,
von dem Schuldirektor Dr. phil.Ernst Innocenz Hauschild.
Es war eigentlich ein Schulverein, der in Zusammenarbeit mit den Eltern seiner
Schüler entstanden ist.
Da man diesen Verein aber nicht "Schul-und Erziehungsverein " nennen wollte, gab
man ihm zu Ehren des verstorbenen Dr. Schreber den Namen
Schreberverein.
Den ersten Spielplatz, den dieser Verein gegründet hat, gab man bei der Einweihung
am 25. Mai 1865 den Namen Schreberplatz.
Ein Lehrer namens Gesell war es dann, der an diesem Platz Gärtchen anlegte, in denen Kinder
das Gärtnern lernen sollten.
Doch leider misslang der Versuch und die Gärten verwahrlosten.
Als später die Eltern diese Gärten übernahmen und weil sie an dem Vereinsplatz lagen,
nannte man sie ganz einfach Schrebergärten.
Das Leipziger Beispiel, aber auch die schon vorher gegründeten Kleingärten in Kiel
und Flensburg machten natürlich schnell Schule und in vielen Städten wurden ebenfalls
Gartenkolonien gegründet.
Als dann um 1870 die Wohnungsnot unerträglich wurde, bauten sich viele Parzellenpächter
ein hölzernes Domizil und die ersten Lauben entstanden.
Wegen dieser Bebauung kamen die Gärten nach dem 2. Weltkrieg zu traurigen Ehren, denn
in den ausgebombten und zerstörten Städten war Wohnraum knapp.
In manchen Lauben hausten ganze Großfamilien und viele Bewohner erweiteren ihre
" Hütten/Lauben" durch An-und Erweiterungsbauten.
Heute hat sich das Bild der Kleingärten gründlich geändert:
Die Schrebergärten von damals gibt es nicht mehr und viel Laubenpieperromantik ist
auch verschwunden.
Heute sind Menschen aller Einkommensschichten die Pächter der begehrten Parzellen
und die kleinen Gärten stehen hoch im Kurs wie nie,
denn Gartenarbeit ist ein idealer Ausgleich für den streßgeplagten Menschen der heutigen Zeit.
Eine besondere Bedeutung haben Kleingärten vor allem für Kinder.
Sie finden hier nicht nur einen ungefährlichen Spielplatz, sie lernen hier auch gleichzeitig
die Natur kennen.
Aber nicht nur für die Kleingärtner, sondern für alle Stadtbewohner sind die
Kleingartenanlagen wichtiger denn je.
Speziell in den Ballungsgebieten erfüllt die dichte Bepflanzung der Kleingärten
wichtige Aufgaben.
Die bepflanzten Gärten erzeugen eine Menge an Sauerstoff, was angesichts der ständig größer werdenden
Umweltverschmutzung von Jahr zu Jahr immer dringender wird.
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